Liebeskummer lohnt sich?

Warum Konflikte zeigen, was in Beziehungen wirklich wichtig ist

Liebeskummer fühlt sich selten sinnvoll an.
Er ist schmerzhaft, verwirrend und manchmal begleitet von der bohrenden Frage: „Warum passiert mir das (schon wieder)?“

Gleichzeitig berichten viele Menschen rückblickend, dass gerade diese schweren Phasen etwas in Bewegung gebracht haben. Nicht, weil der Schmerz „notwendig“ gewesen wäre – sondern weil er auf etwas hingewiesen hat, das dringend gesehen werden wollte.

Liebeskummer: mehr als eine Frage der Partnerschaft

Wenn wir „Liebeskummer“ hören, denken wir meist an Trennungen oder Beziehungskonflikte.
Doch ähnliche Gefühle tauchen oft auch an ganz anderen Stellen auf:

  • in innerer Unruhe ohne klaren Anlass

  • in immer gleichen Konflikten mit nahestehenden Menschen

  • im Gefühl, sich selbst zu verlieren oder kaum Grenzen setzen zu können

  • in Gesprächen, die erkennbar im Leeren landen

Der eigentliche Auslöser ist oft weniger die konkrete Situation – sondern ein wiederkehrendes Beziehungsmuster, das sich meldet. Das kann auch im Freundeskreis oder mit Arbeitskolleginnen und -kollegen passieren.

Gefühle sind Hinweise – keine Fehler

Viele Menschen betrachten ihre Gefühle lange als „zu viel“, „zu sensibel“ oder „unangemessen“.
In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, wie sehr diese Selbstbewertung belastet. Dabei sind solche vermeintlich schlechten Gefühle häufig nichts anderes als:

  • Hinweise auf unerfüllte Bedürfnisse

  • Reaktionen aus alten Rollen oder erlernten Strategien

  • Signale dafür, dass Kommunikation unklar oder missverständlich geworden ist

Gerade Konflikte zeigen sehr deutlich:

  • wie wir Nähe gestalten

  • wie wir Distanz aushalten

  • wie klar oder indirekt wir sprechen

  • welche Erwartungen unausgesprochen mitschwingen

Deshalb lohnt sich auch der Liebeskummer - Nicht um Schuld zu verteilen – sondern um Verstehen zu ermöglichen.

Beziehungsmuster erkennen schafft Wahlfreiheit

Ein Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im Erkennen von Beziehungsmustern.
Vieles, was wir tun, passiert automatisch:

  • Wir ziehen uns zurück, obwohl wir uns Nähe wünschen.

  • Wir erklären, rechtfertigen oder kämpfen – obwohl wir eigentlich verstanden werden möchten.

  • Wir übernehmen Verantwortung, die uns überfordert.

Hier setzt z.B. Transaktionsanalyse an. Sie hilft zu verstehen:

  • welche inneren Rollen wir in Beziehungen einnehmen

  • wie unsere Kommunikation wirkt

  • warum bestimmte Situationen immer wieder ähnlich verlaufen

Dieses Verstehen schafft etwas Entscheidendes: Wahlfreiheit. Nicht mehr nur reagieren müssen – sondern handeln können.

Einzel- oder Paararbeit: Beides kann sinnvoll sein

Nicht jede Beziehungskrise muss gemeinsam angeschaut werden. Manchmal ist es hilfreich, allein Klarheit zu finden:
über eigene Bedürfnisse, Grenzen, Muster und Wünsche.

In anderen Fällen entsteht Veränderung genau dann, wenn zwei Menschen gemeinsam betrachten, wie Kommunikation entsteht, wo Missverständnisse wirken und was beide zu einem besseren Miteinander beitragen können.

Ich begleite sowohl Einzelpersonen als auch Paare – wertschätzend, lösungsorientiert und mit der nötigen Tiefe, wenn sie gebraucht wird. Es geht nicht um richtig oder falsch. Es geht um Verstehen, Klären und Entwickeln. Meine Haltung ist dabei sicher, wertfrei und klar.

Ein erster Schritt muss kein großer sein

Vielleicht lesen Sie diesen Text aus Neugier.
Vielleicht, weil etwas gerade nicht stimmt.
Oder weil sich bestimmte Fragen wiederholen.

Ein erstes Gespräch kann helfen, Orientierung zu gewinnen –
ohne Druck, ohne Verpflichtung.
Manchmal genügt es, Dinge auszusprechen und einzuordnen.
Manchmal beginnt daraus etwas Neues.

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Warum macht sie Coaching, BEM und Therapie? Kann das professionell sein?