Modernes BEM oder Pflichtprogramm? Warum manche BEM-Anbieter den Sinn verfehlen


Vor Kurzem hatte ich ein Gespräch mit einer großen Beratungsfirma, die BEM-Dienstleistungen anbietet. Ich habe mich als freiberufliche BEM-Beraterin vorgestellt – mit dem Anspruch, Unternehmen und Mitarbeitende in einem lösungsorientierten, offenen Prozess zu begleiten.

Die Antwort hat mich überrascht: Gesucht wurde jemand, der „nur die firmeninternen Lösungsmöglichkeiten abarbeitet“ – nach einem festen Schema, ohne Raum für Kreativität oder individuelle Lösungen. Begründung: „Man muss den Kunden zufriedenstellen.“

Doch genau hier liegt das Problem. Wenn BEM auf ein starres Schema reduziert wird, das ausschließlich die Interessen des Arbeitgebers bedient, verliert es seinen eigentlichen Sinn. BEM ist kein Pflichtprogramm zum Abhaken. Es ist ein gesetzlich verankerter Suchprozess, der beiden Seiten etwas bringen soll: dem Arbeitgeber und dem Mitarbeitenden.

Viele Unternehmen zahlen hohe Summen an große Beratungsanbieter – und bekommen am Ende ein Verfahren, das kaum Wirkung entfaltet. Warum? Weil Offenheit und Lösungsvielfalt durch interne Vorgaben beschnitten werden. Das Ergebnis: BEM wird zur Alibi-Maßnahme, Vertrauen geht verloren, und die Chance auf nachhaltige Wiedereingliederung verpufft.

Mein Ansatz:
Ich stehe für ein modernes BEM, das wirkt. Ein Prozess, der individuelle Lösungen sucht, Perspektiven eröffnet und beide Seiten einbezieht. Mit Erfahrung, Empathie und modernen Tools begleite ich Unternehmen und Mitarbeitende so, dass BEM zu dem wird, was es sein sollte: ein Instrument für Gesundheit, Zukunftsfähigkeit und Zusammenarbeit.

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Warum macht sie Coaching, BEM und Therapie? Kann das professionell sein?

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BEM und psychGB: Wenn Rückkehr mehr braucht als einen Stufenplan